Fahlberg-Orgel in der Ev. Kirche/ Großräschen

Die Fahlberg-Orgel in der evangelischen Kirche
zu Großräschen (1989)

Die erste Orgel in Großräschen ist um 1830 in einen Vorgängerbau der heutigen ev. Kirche eingebaut worden (Schröter aus Sonnewalde). Die heutige Kirche wurde 1870-73 errichtet und 1913 erweitert. Bei dem Umbau wurde Platz für eine neue Orgel geschaffen, die die Orgelbaufirma W. Sauer aus Frankfurt/Oder lieferte. Das Instrument war nach 76 Jahren Diensterfüllung völlig verbraucht. Die Kirche im benachbarten Bückgen wurde bergbaubedingt abgerissen und so konnten die Pfeifen aus der dortigen Jehmlich-Orgel von 1952 übernommen. Damit ist das neue von der Eberswalder Orgelbauwerkstatt Ulrich Fahlberg 1989 erbaute Instrument im alten Orgelprospekt auch eine klingende Erinnerung an die Bückgener Kirche.
Es hat 17 Register auf Schleifladen, zwei Manualen, Pedal und mechanische Trakturen mit 1026 Pfeifen aus einer Zinn-Blei-Legierung bzw. aus Kiefernholz. Auf diesem Instrument begann am 2. Mai 1991 der Großräschener Orgelzyklus. Nach einer Überholung 2002 wurde der Verschleiß der sog. Wiener Kapseln bemerkt. Die Reparaturkosten von ca. 4400 € können von der Kirchengemeinde nicht aufgebracht werden, so dass das schöne Instrument im Konzertzyklus 2003 leider nicht erklingen kann.



ORGELDISPOSITION

Manual I (C-f³)

Pommer 16’
Prinzipal 8’
Rohrgedackt 8’
Oktave 4’
Gemshorn 4’
Prästant 2’
Mixtur 3fach 1’
Koppel II-I

Manual II (C-f³)

Weitgedackt 8’
Prinzipal 4’
Rohrflöte 4’
Blockflöte 2’
Nassat 1 1/3’
Zymbel 3fach ½’
Tremulant
Jalousieschweller

Pedalwerk (C-f¹)

Subbaß 16’
Oktavbaß 8’
Choralbaß 4’
Nachthorn 2’
Koppel II - Pedal
Koppel I - Pedal


 

Die evangelische Kirche Großräschen.

Die Fahlberg-Orgel im Konzert.