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 ORG.K. NIEDERLAUSITZ
10.07.04 Dorfkirche Zerkwitz b. Lübbenau 17.30 Uhr
11.07.04 Dorfkirche Großkoschen 18.00 Uhr
17.07.04 Ev. Kirche Altdöbern 17.30 Uhr
24.07.04 Dorfkirche Dollenchen 19.00 Uhr
25.07.04 Dorfkirche Missen 17.00 Uhr
31.07.04 Paul-Gerhardt-Kirche Lübben 19.30 Uhr
01.08.04 Stadtkirche Doberlug-Kirchhain 17.00 Uhr
08.08.04 Schinkel-Kirche Straupitz 17.30 Uhr
20.08.04 Dorfkirche Walterdorf 19.30 Uhr

ORGELKONZERTE NIEDERLAUSITZ

MIXTUR IM BASS

Konzerte an historischen Orgeln der Niederlausitz

Sonnabend, 10.7.2004, 17:30 Uhr (Führung 16.30 Uhr) Dorfkirche Zerkwitz bei Lübbenau - Ludwig-Hartig-Orgel von 1854 mehr...

Sonntag, 11.7.2004, 18.00 Uhr (Führung 17.00 Uhr) Dorfkirche Großkoschen bei Senftenberg - Gebrüder Nagel-Orgel von 1890 mehr...

Sonnabend, 17.7.2004, 17.30 Uhr (Führung 16.30 Uhr) Ev. Kirche Altdöbern - Gustav-Heinze-Orgel von 1920/21 mehr...

Sonnabend, 24.7.2004, 19.00 Uhr (Führung 18.00 Uhr) Dorfkirche Dollenchen bei Finsterwalde - Morgenstern-Orgel von 1826 mehr...

Sonntag, 25.7.2004, 17.00 Uhr (Führung 16.00 Uhr) Dorfkirche Missen bei Calau - Wilhelm-Sauer-Orgel von 1886 mehr...

Sonnabend, 31.7.2004, 19.30 Uhr (Führung 18.30 Uhr) Paul-Gerhardt-Kirche Lübben/Spreewald - Schuke-Orgel von 1906 mehr...

Sonntag, 1.8.2004, 17.00 Uhr (Führung 16.00 Uhr) Stadtkirche Kirchhain, Doberlug-Kirchhain - Voigt-Orgel von 1920 mehr...

Sonntag, 8.8.2004, 17.30 Uhr (Führung 16.30 Uhr) Schinkel-Kirche Straupitz - Ludwig-Hartig-Orgel von 1853 mehr...

Freitag, 20.8.2004, 19.30 Uhr (Führung 18.30 Uhr) Dorfkirche Waltersdorf bei Luckau - Claunigk-Orgel von 1794 mehr...


MIXTUR IM BASS - Orgelkonzerte in Zusammenarbeit mit den Ev. Kirchengemeinden Zerkwitz, Großkoschen, Altdöbern, Dollenchen, Missen, Lübben, Kirchhain, Straupitz und Waltersdorf

Information, Programmheft und CD-Bestellung:

Rudolf Bönisch, Anschriften und e-mail hier



 

Die Orgellandschaft Niederlausitz

Die Orgellandschaft der Niederlausitz ist bisher wenig betrachtet worden. Die meisten Orgeln sind Werke von Meistern aus der näheren und weiteren Umgebung.

Die historischen Instrumente in den Stadtkirchen sind zu einem großen Teil nicht mehr vorhanden. So fällt der Blick auch auf die Dorfkirchen, die zumeist erst in der Zweiten Hälfte des 18. Jh. oder später Orgeln bekamen. Und hier ist eine Vielzahl von Werken vorhanden, die somit die ältesten erhaltenen Instrumente darstellen. Die Besonderheit liegt darin, dass hier die prägende Kraft der landeseigene Orgelbau ist.

Drei Zentren haben unterschiedliche Konstruktions- und Klangcharakteristika hervorgebracht: Das Gebiet um Fürstenberg und Guben (Orgelbauerfamilie Gast und Morgenstern), der Orgelbau in Sorau (besonders Gustav Heinze zu Beginn des 20. Jh.) und schließlich der Orgelbau in Sonnewalde.

Hier sind die Orgelbauerfamilien Claunigk und Schröther tätig gewesen, deren Werke in vielen Kirchen nachzuweisen sind. Sie haben einen idealen Dorfkirchen-Orgeltyp erschaffen, der für die Niederlausitz charakteristisch ist. Eine der Eigenarten dieses Orgeltyps ist die Teilung der Mixtur im (einzigen) Manual. Das Mischungsregister aus hohen Quint- und Oktavreiehen, das den strahlenden Orgelklang hervorbringt, hat zwei Registerzüge. So ist es möglich, die Diskantmixtur, "Cornet" genannt, zur Hervorhebung einer Choralmelodie selbständig zu gebrauchen oder im Plenum gemeinsam mit der "Mixtur im Bass".

Dieses Charakteristikum soll als Motto die Konzertreihe an historischen Orgeln der Niederlausitz begleiten und auf die vielen unentdeckten Schätze verweisen. Gleichzeitig ist mit dieser Registerbezeichnung auch an den Orgelkklang selbst erinnert, der zumeist ein Mischungsklang ist (Mixtur). Auch verfügen die meisten Orgeln über eine Pedalklaviatur, deren vornehmste Aufgabe in der Führung des Basses besteht.

Leider erklingen die Instrumente der spätbarocken und romantischen Bauphase gar nicht oder nur äußerst selten. So entstand aus der Initiative zur klanglichen Dokumentation ausgewählter Orgelfahrten im Rahmen der Großräschener Orgelkonzerte und gewachsenen Interesse an Orgelmusik die Idee einer Konzertreihe.

Der Berliner Organist Lothar Knappe, neben Gunter Kennel und Marek Toporowski an der CD-Einspielung Niderlausitzer Orgeln beteiligt, wird in diesem Jahr acht der neun Orgelmusiken spielen. Die Programmauswahl hat er sorgfältig auf die stilistischen Spezialitäten der jeweiligen Instrumente abgestimmt.

Die Brasilianerin Elisa Freixo, Organistin an der einzigen Barockorgel des norddeutschen Meisters Arp Schnitger in Südamerika, ist auch an der Reihe "Mixtur im Bass" beteiligt. Sie spielt auf der spätbarocken Claunigk-Orgel in Waltersdorf bei Luckau ein Benefizkonzert, dessen Erlös zur Restaurierung der alten Orgel in der benachbarten Dorfkirche zu Goßmar Verwendung finden soll. Es wird herzlich um großzügige Unterstützung dieses Projektes gebeten.

Die Konzerte an Wochenenden im Juli und August verstehen sich auch als Abschluss individueller landschaftlich und kulturhistorisch orientierter Tagestouren per Auto, Fahrrad oder zu Fuß im Gebiet zwischen Luckau, Finsterwalde, Guben, Spremberg und Senftenberg. Eine Stunde vor Beginn jedes Konzertes wird zur Kirchen- und Orgelführung eingeladen, um dem Besucher eine Beziehung zwischen Landschaft, Kirchen- und Orgelbau sowie dem Musikprogramm zu geben. Zu diesem Klangerlebnis in der Niederlausitz ergeht

HERZLICHE EINLADUNG


CD-Reihe ORGELLANDSCHAFT NIEDERLAUSITZ

In den Jahren 2002/03 hat das Berliner Label harp 3 CDs einer zunächst auf 8 Teile konzipierten Plattenreihe zur klanglichen Dokumentation der Orgellandschaft Niederlausitz herausgebracht. Für die meisten Orgeln und auch die Niederlausitzer Orgelbauer sind dieses Ersteinspielungen auf CD. Die Orgeln verschiedener Bauepochen vom 17. bis zum 20. Jh. werden mit sorgfältig ausgewählter bisher nicht oder selten eingespielter Literatur sowie informativ und aufwendig gestalteten Begleitheften vorgestellt. Somit ist die Aufmerksamkeit von Orgel- und Orgelmusik-freunden speziell auf diese „Entdeckungen“ einer bisher kaum bekannten Orgellandschaft gelenkt.

Vol. 1
IM KLOSTERGEBIET DOBERLUG
Lothar Knappe an den Orgeln
in Doberlug-Kirchhain, Lindena,
Göllnitz und Dollenchen
Best.-Nr. LA 55601 (2002) 15,00 €

„Der bekannte Berliner Organist Lothar Knappe stellt alle sieben Orgeln mustergültig vor.“ - „Besonders überzeugend klingen vor allem die drei kleinen Orgeln des 19. Jh. in den Dorfkirchen mit ihren wunderbar charakteristischen, intimen Klangfarben, inter-essant auch dadurch, weil Aufnahmen solcher Instrumente selten sind.“ (Jiri Kocourek in „Ars Organi“ Heft 3/2003)
„Hier springt die Spielfreude des Interpreten mit den erstaunlich frischen, bald auch wieder kammermusikalisch intimen Klängen buchstäblich ins Wohnzimmer über.” (Holger Höring in „Der Regionalanzeiger“ vom 12.12.2003)

Vol. 2
DAS KLOSTERGEBIET NEUZELLE
Gunter Kennel an den Orgeln
in Neuzelle, Möbiskruge, Fürstenberg,
Eisenhüttenstadt, Wellmitz und Rießen
Best.-Nr. LA 55602 (2003) 15,00 €

„Acht Orgeln, die unter den Händen des Landeskirchenmusik-direktors Gunter Kennel zur Höchstform auflaufen und weih-nachtliche Melodien in neuen Dimensionen erklingen lassen.“ (Janet Neiser in „Märkische Oderzeitung“ vom 25.11.2003)
„Schönstes Beispiel von Heimatliebe ist die CD-Reihe Orgelland-schaft Niederlausitz. Da kommen in 8 Folgen Instrumente von ganz eigenem Charakter zu Gehör, dazu ausgesuchte Literatur, passend zu den jeweiligen Orgelstilen. Rheinbergers 4. Sonate über den Tonus peregrinus auf der Sauer-Orgel von 1906 in der Stiftskirche St. Marien zu Neuzelle ist ein vollendeter Genuss, reif eingespielt.“ (Rainer Goede in www.kirchmusik.de ab 22.1.2004)
Vol. 3
AM RANDE DES SPREEWALDES
Lothar Knappe an den Orgeln
in Lübbenau, Lübben, Zerkwitz,
Neu Zauche, Straupitz und Burg
Best.-Nr. LA 55603 (2003) 15,00 €

„Eine Reihe von Komponisten der hier souverän und sicher eingespielten Werke sind jahrelang gar nicht oder sehr selten in der Öffentlichkeit zu hören gewesen.“ - „Lag bei den ersten zwei Folgen schon der Vergleich einer Orgelreise oder -fahrt nahe, so wird dieser Eindruck jetzt verstärkt.“ (Holger Höring in „Der Regionalanzeiger“ vom 12.12.2003 bzw. 16.1.2004)

Vol. 4AM NIEDERLAUSITZER LANDRÜCKEN
Marek Toporowski an den Orgeln
in Luckau, Waltersdorf, Langengrassau,
Goßmar, Pelkwitz, Gießmannsdorf,
Kreblitz, Liederkahle und Drahnsdorf
CD-Präsentation am 28.11.2004
in Waltersdorf bei Luckau



 

Lothar Knappe (geb. in Hamburg) studierte in Lübeck bei W. Kraft (Orgel) und K. Thomas (Dirigieren), Kurse bei G. Litaize (Orgel) und H. Rilling (Dirigieren). Als Konzertorganist gastierte er in den meisten Ländern Europas, in Israel, Japan, Hong Kong und Kanada. Zahlreiche Aufnahmen für Schallplatte, CD und Rundfunk. Seit 1987 Leiter des Brandenburgischen Kammer-chores Berlin. Lehrauftrag an der Universität der Künste Berlin. Seit 2003 Organist und Leiter der Musik an St. Matthäus, Kirche der ev. Kulturstiftung Berlin-Brandenburg an der Philharmonie.

Elisa Freixo (geb. in Sao Paulo) studierte Orgel und Klavier an der Faculdade Santa Marcelina, Konzertexamen an der Hoch-schule in Hamburg. Stipendiatin des Deutschen Akademischen Austauschdienstes bei G. Bovet und M. C. Alain (Orgel) und H. Dreyfus (Cembalo). Meisterkurse, u.a. in Salamanca, Romain-motier, St. Donat und an der Norddeutschen Orgelakademie. Seit 1986 ist sie Organistin an der Kathedrale von Mariana. Elisa Freixo veranstaltet Kurse, Kongresse und Orgelkonzerte für die Kulturstiftung der Erzdiözese Mariana. Zahlreiche Konzerte in Südamerika und Europa. Einspielung mehrerer CDs.