Orgelkonzert Durch die Jahrhunderte Lothar Knappe, Berlin
Die Kirche in Dollenchen ist ein frühgotischer Feldsteinbau, der auf der Nordseite ein schmuckvolles Portal aus Feld- und Rasensteinen enthält. Der Querturm im Westen wird von einer barocken Haube gekrönt. Gegenüber des Kanzelaltars steht auf der Westempore die Orgel. Das Gehäuse deutet mit seinen Sonnenblumenschnitzereien direkt in das dörfliche Umfeld. Sie wurde 1826 vom Orgelbauer Friedrich Leopold Morgenstern in Guben erbaut. Mit ihrem Klang ist die Orgel ein Schmuckstück der Kirche. Sie fällt in die Übergangszeit vom Spätbarock zur Romantik. Der Klang mit dem singend weichen Prinzipal und dem hellen, strahlenden Plenum lässt tatsächlich an die berühmten Spätbarock-orgeln Silbermanns und seiner Schüler in Sachsen erinnern. In wenigen Kilometern Entfernung ist die Abraumförderbrücke eines ehemaligen Braunkohlentagebaues zu besichtigen.
Konzertprogramm
Jan Pieterszoon Sweelinck (1562 - 1621) Fantasia cromatica Ballo del Granduca
Dietrich Buxtehude (1637 - 1707) Praeludium G-Dur (manualiter)
Johann Pachelbel (1653 - 1706) Choralpartita „Christus der ist mein Leben“ Fantasie g-Moll
Martin Vogt (1781 - 1854) Andante C-Dur Moderato e-Moll
Josef Rheinberger (1839 - 1901) Tema variato Aus: Meditationen. 12 Orgelvorträge, op.167 Con moto Aus: Monologe. 12 Stücke f. d. Orgel, op. 162
Johannes Brahms (1833 - 1897) Drei Choralbearbeitungen: O wie selig seid ihr doch, ihr Frommen Herzlich tut mich verlangen O Welt, ich muss dich lassen
Andreas Willscher (geb. 1955) Partita für eine böhmische Orgel über den Choral „Hinunter ist der Sonnen Schein“ von Nikolaus Herman (Choral und sechs Variationen)