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JULI
 



Konzert für Chor und Orgel

Donnerstag, 1. Juli 2010, 19.30 Uhr

St. Antonius Großräschen

„JAUCHZET DEM HERRN, ALLE WELT!“




 

Thüringer Sängerknaben mit Dietrich Modersohn

 

Thüringer Sängerknaben
Dietrich Modersohn, Saalfeld (Leitung)

Universitätsorganist Daniel Beilschmidt,
Leipzig (Orgel)



 

Daniel Beilschmidt

 

Aus dem Programm:

Michael Praetorius (1571 - 1621): Allein Gott in der Höh' sei Ehr für achtstimmigen Doppelchor

Johann Pachelbel (1653 - 1706): Psalm 100 für achtstimmigen Doppelchor und Basso continuo

Felix Mendelssohn Bartholdy (1809 - 1847): Psalm 100 für vierstimmigen Chor a-capella

Henri Carol (1910 - 1984): Psalm 116 für vierstimmigen Chor und Orgel

William McKie (1901 - 1984): We wait for Thy loving kindness für siebenstimmigen Chor und Orgel

Robert Schumann (1810 - 1856): Studien für den Pedalflügel op.56 (Orgel solo)

Johann Sebastian Bach (1685 - 1750): Präludium und Fuge C-Dur BWV 547 Orgel solo



Kirchenmusik spielt in Saalfeld eine große Rolle und hat eine gute Tradition, die bereits Impulse durch Kantor Wilhelm Köhler (1852 - 1924) erhielt. Als Walter Schönheit (1927 - 1985) im Jahre 1949 als Kantor nach Saalfeld gerufen wurde, hatte er den Wunsch, hier eine „geregelte Kirchenmusik“ nach dem Vorbild und der Idee Johann Sebastian Bachs zu installieren. Deshalb gründete er am 22. März 1950 die „Thüringer Sängerknaben“, wenig später, nämlich am 25. März 1950, den „Mädelchor Saalfeld“ und verfügte nun mit dem schon am 28. Februar 1950 gegründeten „Oratorienchor Saalfeld“ über drei Chöre. Dadurch wurde es möglich, alle kirchenmusikalischen Werke der Vergangenheit und Gegenwart in ihrer ursprünglichen Klanglichkeit aufzuführen; teils mit den einzelnen Chören und teils in Kombination von verschiedenen Chören. Die gesamte Chorarbeit stellte Kirchenmusikdirektor Walter Schönheit unter die Losung Johann Sebastian Bachs: Soli Deo Gloria - Allein zu Gottes Ehre. Dieses Motto führte sein Sohn Michael Schönheit fort. Er übernahm 1985 die Leitung der Chöre. Auch sein Nachfolger KMD Wolfram Otto, der von 1991 bis 2002 Kantor und Organist in Saalfeld war, fühlte sich diesem Anspruch verpflichtet. Seit 2003 singen die Chöre an der Johanneskirche unter der Leitung von Dietrich Modersohn, der einst selbst Thüringer Sängerknabe war. Im Vorbereitungskurs werden die Jungs ab dem Alter von 6 Jahren nach der Justine-Ward-Methode unterrichtet und auf ihr Mitwirken bei den Thüringer Sängerknaben vorbereitet. Die Thüringer Sängerknaben verfügen über kein Internat. Die Knaben und jungen Männer, die alle aus Saalfeld und Umgebung stammen, treffen sich mehrmals wöchentlich zu Proben und erarbeiten sich dabei ein wachsendes Repertoire, das neben geistlichen Chorwerken verschiedener musikalischer Epochen auch Volkslieder umfasst. Nicht nur zahlreiche Konzerte und Abendmotetten, sondern vor allem die musikalische Ausgestaltung der Gottesdienste in der Johanneskirche gehören zu den Aufgaben des Chores. Jährlich führen die Thüringer Sängerknaben Konzertreisen durch Mittel- und Nordostdeutschland.

Dietrich Modersohn (geb. 1965 in Thüringen) sang in seiner Heimatstadt Saalfeld acht Jahre lang im traditionsreichen Knabenchor „Thüringer Sängerknaben“ unter Walter Schönheit. Seine Heimat und der Leiter des Knabenchores gaben ihm auch die entscheidenden Impulse für seine Laufbahn als Organist und Kantor. Nach sieben Jahren Studium an der Hochschule für Kirchenmusik in Halle/Saale erweiterte er seine Kenntnisse als Kapellmeister an der Hochschule für Musik „Felix Mendelssohn Bartholdy“ in Leipzig bei Günther Blumhagen. Als Organist vor allem geprägt durch seinen Lehrer, den Komponisten Volker Bräutigam, kann er sich intensiv mit der Orgelmusik der Romantik auseinandersetzen. Dietrich Modersohn hatte bis zum April 2003 die Stelle als Organist und Kantor an der St. Gertraudkirche in Frankfurt/Oder inne, einer Kirche in der Nähe des Fabrikgeländes des berühmten Orgelbauers Wilhelm Sauer. Auf der Sauerorgel der St. Gertraudkirche Frankfurt/Oder spielte er seine erste CD mit Werken von Schumann, Rousseau und Reger ein, für die er hervorragende Kritiken erhielt. Als Mitinitiator und späterer Leiter organisierte er die „Wilhelm-Sauer-Orgelfesttage“, die durch Vorträge, Exkursionen und Konzerte der romantischen Orgelmusik und diesem Umfeld gewidmet sind. Als Kantor leitete er die Frankfurter Ökumenische Kantorei und die Kinder- und Jugendkantorei, mit denen er große Teile der klassischen Oratorienliteratur zur Aufführung brachte. In Orgelkonzerten und Oratorienaufführungen ist Dietrich Modersohn auch durch Uraufführungen und Konzerte an der Interpretation der Musik des 20. Jahrhunderts beteiligt. Als Organist konzertierte Dietrich Modersohn u. a. in den USA, Schweden, Polen, Litauen, Lettland und in vielen deutschen Musikzentren. Mit der Frankfurter Kinder- und Jugendkantorei unternahm er Chorreisen in viele Länder Europas und in die USA. Für seine Leistungen wurde er in Frankfurt/Oder mit der Bachplakette und der Leopoldmedaille ausgezeichnet. Seit April 2003 ist Dietrich Modersohn der Chorleiter der „Thüringer Sängerknaben“ und hat die Stelle seines einstigen Lehrers Walter Schönheit als Kantor und Organist an der Johanneskirche in Saalfeld/Saale inne. Mit dem Mädelchor Saalfeld und den Thüringer Sängerknaben unternimmt er regelmäßige Konzertreisen und führt mit dem Oratorienchor die klassische und moderne Literatur für Chor und Orchester auf. An weiteren CDs entstanden 2001 „Naumburger Orgelnacht“ in Zusammenarbeit mit Christoph Bossert und Martin Herchenröder als erste Aufnahme der gerade restaurierten Zacharias-Hildebrandt-Orgel der St. Wenzelkirche zu Naumburg und 2006 „Lyonel Feininger - Fugenkompositionen für Orgel“ mit weiteren bekannten deutschen Organisten.

Daniel Beilschmidt (geb. 1978 in Zeulenroda/Ostthüringen) erhielt ersten Klavierunterricht im Alter von 13 Jahren. Nach dem Besuch der Spezialklassen für Musik in Gera, wo er bei Sieghardt Zitzmann mit dem Orgelspiel begann, studierte er von 2000 bis 2006 an der Leipziger Hochschule für Musik und Theater im Fach Orgel. Seine Lehrer waren zunächst Stefan Johannes Bleicher und Arvid Gast, seit 2001 dann Thomasorganist Ullrich Böhme; desweiteren Volker Bräutigam (Improvisation) und Ulrich Urban (Klavier). Im Jahre 2002 gewann Daniel Beilschmidt den ersten Preis um ein Stipendium der Hans-und-Eugenia-Jütting-Stiftung Stendal. Darauf folgte ein einjähriger Studienaufenthalt in der Klasse von Hans Fagius am Königlich Dänischen Konservatorium Kopenhagen. Nach erfolgreichem Diplom in Leipzig absolvier-te er 2008 sein Konzertexamen an der Hochschule für Musik in Weimar bei Michael Kapsner und Bernhard Klapprott. Beim IV. Internationalen August-Gottfried-Ritter-Wettbewerb in Magdeburg gewann Daniel Beilschmidt im Mai 2008 den Sonderpreis für die beste Ritter-Interpretation; beim XVI. Johann-Sebastian-Bach-Wettbewerb in Leipzig belegte er im Juli 2008 den vierten Platz. Im September 2009 wurde er in das Amt des Leipziger Universitätsorganisten berufen. Seit Juni 2009 ist er zudem als Assistenzorganist an der Leipziger Thomaskirche in Motetten, Gottesdiensten und Konzerten zu hören. Auf besondere Weise fühlt sich Daniel Beilschmidt neben der lebendigen Pflege des klassischen Erbes der Vermittlung zeitgenössischer Musik verpflichtet. Außerdem ist er Mitglied der Leipziger Band "Mud Mahaka".


 



 



 

9.-11. Juli 2010
2. Mixtur im Bass - Wochenende

23.-25. Juli 2010
3. Mixtur im Bass - Wochenende

24. Juli 2010
Kirchenradtour zu Dorfkirchen südlich von Luckau


 

August