Sonnabend, 28. August 2010: 9. Großräschener Orgelfahrt
Donnerstag, 2. September 2010: Osteuropäische Orgelmusiktage
Freitag, 3. September 2010: Osteuropäische Orgelmusiktage
Sonnabend, 4. September 2010: Osteuropäische Orgelmusiktage
Donnerstag, 16. September 2010: Freienhufen
Donnerstag, 7. Oktober 2010
6. Mai 2010: Orgel und Trompeten
Tomasz Slusarczyk und Stanislaw Majerski, Krakau/Polen (Natur- und Piccolotrompeten); Anna Firlus, Breslau/Polen (Orgel)
Die drei polnischen Künstler begeisterten das Publikum in der voll besetzten St. Antoniuskirche.
Großräschener begeistert barockes Musik-Feuerwerk
Der 20. Großräschener Orgelmusikzyklus ist mit einem furiosen Auftaktkonzert in sein Jubiläumsjahr gestartet.
von Torsten Richter
Die polnische Künstlerin Anna Firlus an der Jehmlich-Orgel sowie die beiden Trompeter Tomasz Slusarczyk und Stanislaw Majerski präsentierten dem Publikum in der St. Antonius-Kirche mitreißende Musik aus der Barockzeit. Die gut 150 Gäste dankten den Musikern mit einem tosenden, minutenlang anhaltenden Applaus. „Wenn die Orgel die Melodie vorgibt und die Trompeten kurz danach einsetzen, bekomme ich eine Gänsehaut. Das ist richtig ergreifend“, sagte Brigitte Lückmann noch sichtlich gerührt. Die Brieskerin war zu den Klängen des Fanfaren-Rondeaus des französischen Komponisten Jean-Joseph Mouret (1682 - 1738) mit der Musik körperlich regelrecht mitgegangen. „Ich kann da nicht stur auf meinem Platz sitzen bleiben“, begründete sie. Gemeinsam mit ihrem Mann hatte sich die Seniorin schon lange auf dieses Konzert gefreut. Peter Lückmann, der vor allem durch seine Aktivitäten bei den Sedlitzer Bergfreunden bekannt ist, „outete“ sich als „absoluter Fan von Bachtrompeten“. „Diese ganz alten Klänge sind einfach wunderbar“, so Lückmann. In seiner Jugend habe der Briesker selbst in die Fanfare geblasen und das Geigespielen erlernt.
Wunderbare Klänge
Zum „Stammpublikum“ des Großräschener Orgelzyklus gehört die in der IBA-Stadt lebende Familie Suckow. „Wir sind langjährige Zuhörer. Diese alte Musik erfreut uns immer wieder. Jedes Mal staune ich über die wunderbaren Klänge“, resümierte Alfred Suckow, der gemeinsam mit seiner Frau Doris zum Konzert gekommen war. Die alten Instrumentenbauer würden in Deutschland noch zu wenig gewürdigt, erklärte der 77-Jährige. Extra aus Cottbus nach Großräschen gereist waren Eva Metzner und Ute Dietrich. „Ich spiele selbst an der Orgel, bevorzugt Werke von Bach. Deshalb ist es ein großer Genuss, heute den barocken Klängen zu lauschen“, erzählte Eva Metzner. Die 70-jährige Pfarrerstochter zählt sich ebenfalls zu den Stammgästen der Großräschener Orgelkonzerte: „Ich bin seit zehn Jahren dabei.“ Auch ihre Freundin Ute Dietrich ist musikalisch vorgebildet. Nach jahrzehntelanger Pause spiele sie jetzt wieder Klavier. „Aber die Orgel klingt noch ein Stück erhabener“, wusste die 71-Jährige aus ihrer langen Erfahrung.
Sehr nettes Publikum
Zum ersten Mal an der Großräschener Jehmlich-Orgel spielte die aus Oberschlesien stammende Künstlerin Anna Firlus. „Die Orgel hat eine sehr schöne Stimme, und das Publikum ist sehr nett“, resümierte die 28-Jährige nach dem zweistündigen Konzert. Bereits zum zweiten Mal in der St. Antoniuskirche zu Gast war Trompeter Thomasz Slusarczyk. „Die Akustik ist beeindruckend. Und die Großräschener verbreiten eine so warme Stimmung“, befand der Musiker, der hauptberuflich im Krakauer Rundfunkorchester spielt. Gemeinsam mit seinem „Kollegen“ Stanislaw Majerski („Großräschen ist eine sehr nette, gepflegte Stadt“) und Anna Firlus will Slusarczyk bald wieder in die Niederlausitz kommen. Mit seinen musikalischen Leistungen habe sich das polnische Trio auf jeden Fall für einen erneuten Auftritt empfohlen“, wertete Konzertorganisator Rudolf Bönisch.
In: Lausitzer Rundschau. Ausgabe Senftenberg am 12.05.2010.
Intrada aus Tschenstochau auf den Starck-Trompeten des 17. Jahrhunderts.
Zwei Trompeten und Orgel.
Nach 120 Minuten Barockmusik.
Brillantes Orgelspiel war von der jungen polnischen Organisten Anna Firlus zu hören.
Nach dem Konzert: Naturtrompeten und die Jehmlich-Orgel.
Freitag, 4. Juni: Alte Orgelmusik aus Italien
An der Jehmlich-Orgel: Prof. Gabriele Catalucci, Amelia in Umbrien/Italien
Erstmalig in Großräschen: Prof. Gabriele Catalucci
Vor knapp 100 Besuchern aus nah und fern erklang alte Orgelmusik aus Rom.
Auch der italienische Opernstil war zu hören.
Catalucci spielte auf Großräschener Orgel
Ein bewegendes Orgelkonzert gab es am vergangenen Freitag in der St. Antoniuskirche zu Großräschen.
Erstmalig in den 20 Jahren dieser internationalen Musikreihe saß Prof. Gabriele Catalucci aus Italien auf der Orgelbank an der Jehmlich-Orgel. Vor annähernd 100 Besuchern machte er den gar nicht so abwegigen Versuch auf dem Instrument des 20. Jahrhunderts, Musik des 17. und 18. Jahrhunderts zu spielen. Ausschließlich italienische Werke von Frescobaldi, Rossi, Pasquini, Zipoli und Scarlatti standen auf dem Programmzettel. Der Versuch gelang.
Im zweiten Teil erklangen dann Orgelwerke aus der großen Zeit der italienischen Oper, die den völlig anderen, ausdrucksstarken Musikstil der Zeit des 19. Jahrhunderts eindrucksvoll zeigten. Mit einem Stück von Petrali bedankte sich der Künstler aus dem romantischen Städtchen Amelia in der Provinz Umbrien für den lang anhaltenden Applaus als Ausdruck für den gelungenen Orgelabend.