Im Programm war auch die Fuge 9 von Lyonel Feininger (1871-1956) zum 140. Geburtstag.
Dietrich Modersohn am Spieltisch der Jehmlich-Orgel.
Nach dem Konzert: Dietrich Modersohn mit dem Komponisten und Feininger-Kenner Kurt Dietmar Richter und dessen Frau.
Stimmen zum Konzert:
Sehr glücklich sind wir, dass die Idee von Herrn Bönisch, Lyonel Feininger, den großen Maler, auch einmal als Komponisten vorzustellen, sich so wunderbar hat realisieren lassen - mit Dietrich Modersohn an der Orgel.
Kurt Dietmar Richter
Es war ein gelungenes Konzert, sicher etwas eigenartig, aber besonders wert!
Charlotte Gruhne
2. Juni 2011: Orgel und Sheng
Gagaku-Musik und Bach
Sheng/chinesische Munorgel: Wu Wei, Berlin Orgel: LKMD Dr. Gunter Kennel, Berlin
Ein besonderer Reiz ging von dem Musikabend aus. Zwei eng verwandte Instrumente zeigten ihr je eignes Klangsprektrum und die Verschmelzungsfähigkeit im Zusammenspiel. Der modulationsfähige oboenähnliche Klang von Bambuspfeifen der Sheng traf auf die weichen Flötentöne und die kraftstrotzenden Pfeifenklänge der Kirchenorgel.
Der Ausgangspunkt war das Mittelalter: Gagakumusik aus dem China des 10. Jahrhunderts - viel Zeit für Klänge und Akkorde, die unwahrscheinlich modern zu sein scheinen. Das ganze gerahmt von mittelalterlicher Orgelmusik aus Europa - ebenso fremdartig wie faszinierend.
Die moderne Klappenmechanik an der alten Sheng erlaubt auf ihr auch das europäische Tonspektrum darzustellen. So kam Bachs Gambensonate D-Dur BWV 1028 in einer Bearbeitung für Sheng und Orgel zur Aufführung - eine aufregende Neuheit, auch für die ausführenden Künstler.
Die Künstler verbanden schließlich die vielen Klangmöglichkeiten beider Instrumente in zwei Improvisationen zum Festtag der Himmelfahrt Christi. Zugrunde lagen jeweils die Melodien von bekannten Kirchenliedern für das Fest.
Das lange Konzertprogramm, durch eine Pause gegliedert, blieb immer spannungsreich, faszinierend und sogar kurzweilig. Dafür sorgten nicht zuletzt auch die Kleine Suite über das bekannte Sommerlied "Geh aus, mein Herz, und suche Freude", die vom Organisten des Abends vor wenigen Jahren komponiert wurde, und die Zigeunerweisen op. 20 von Pablo de Sarasate. Ein grandioser Abschluss.
1.-2. Sept. 2011: Osteuropäische Orgelmusiktage
Donnerstag, 1. September 2011
Zum 200. Geburtstag von Franz Liszt
Ksenia Pogorelaya, Polotsk/Weißrussland Orgel)
Ksenia Pogorelaya an der Jehmlich-Orgel.
Freitag, 2. September 2011
Konzert für Querflöte und Orgel
Prof. Marek Toporowski, Kattowitz/Polen (Orgel) Ryszard Borowski, Warschau/Polen (Flöte)
Im Konzert.
Der Jazz-Flötist: Ryszard Borowski
Mit Marek Toporowski an der Orgel.
6. Oktober 2011: Abschlusskonzert
Orgelkompositionen aus Sachsen
An der Orgel: KMD Michael Pöche, Kamenz
Michael Pöche vor der Jehmlich-Orgel.
Orgelkompositionen von sächsischen Meistern - gespielt an einer Meisterorgel aus Sachsen.