Die erste Orgel in Großräschen ist um 1830 in einen Vorgängerbau der heutigen ev. Kirche von Johann Christoph Schröther aus Sonnewalde eingebaut worden. Die heutige Kirche wurde 1870-73 errichtet und 1913 erweitert (Seitenschiff und Turm). Dabei wurde Platz für eine neue Orgel geschaffen, die Wilhelm Sauer aus Frankfurt/Oder lieferte. Das Instrument war nach 76 Jahren Diensterfüllung völlig verbraucht.
Die Kirche im benachbarten Bückgen wurde bergbaubedingt abgerissen und so konnten die Pfeifen aus der dortigen Jehmlich-Orgel von 1952 übernommen. Damit ist das neue, von der Eberswalder Orgelbauwerkstatt Ulrich Fahlberg 1989 erbaute Instrument hinter dem alten Orgelprospekt auch eine klingende Erinnerung an die Bückgener Kirche.
Die Orgel hat 17 Register auf Schleifladen von zwei Manualen und Pedal mit mechanischen Trakturen. Die 1026 Pfeifen sind aus Zink (Prospekt) bzw. einer Zinn-Blei-Legierung ("Orgelmetall") oder aus Kiefernholz gefertigt.
Auf diesem Instrument begann am 2. Mai 1991 der Großräschener Orgelzyklus.