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 DIE ORGELN
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KATH. PFARRKIRCHE ST. ANTONIUS

Die Jehmlich-Orgel von 1978

1913 wurde der neogotische Bau aus roten Klinkern fertiggestellt. 1915 erhielt die Kirche eine Orgel der Schweidnitzer Firma Schlag & Söhne. Mit der Umgestaltung des Kircheninnern ab 1975 erhielt St. Antonius ein neues Instrument. Architekt Wolfram Starke und Bildhauer Friedrich Press aus Dresden trennten das Presbyterium ab und gestalteten die so entstandene Altarwand unter dem Thema „Durch das Kreuz zur Auferstehung“ aus gesandeltem und gebeiztem Kiefernholz. Ein zur Korpusfigur gestaltetes überdimensionales Holzkreuz erhebt sich vor der Balkenwand und dem Orgelprospekt.


 
 

Die Orgel schuf der VEB Orgelbau Dresden (Gebrüder Jehmlich) als Opus 986 mit 14 Registern, Schleifladen und mechanischer Spiel- und Registertraktur. Die drei Werke (Hauptwerk, Brustwerk mit Schweller und Pedal) sind hinter dem großen Kreuz angeordnet, wobei das Pedal im Raumzentrum steht. Am 10.9.1978 wurde die Orgel geweiht. Im Jahr 1996 erfolgte eine Generalüberholung und Erweiterung um eine Posaune 16’ im Pedalwerk.

Die Orgel ist ein typischer Vertreter der neobarocken Orgelbauphase. Dabei orientiert sich die Klanggestalt an den barocken Orgeln Nord- und Mitteldeutschlands. Trotz der kleinen Disposition wurde auf ein gute Fundament geachtet, sodass gerade das Pedalwerk sich durch die von Bach geschätzte Gravität auszeichnet.

Das Instrument wurde 2003 um 4 Register im Hauptwerk erweitert. Damit konnte der Orgel die Größe gegeben werden, die 1978 zwar geplant, aber nicht umgesetzt werden konnte. Durch den Ausbau des Zungenchores, der Aliquoten (Kornett-Chöre) und durch die weich-streichende Farbe der Weidenpfeife 8' ist heute neben den Prinzipalplenum und dem Flötenchor ein Klangfarbenvorrat vorhanden, der die Darstellung vielfältigster Orgelliteratur ermöglich. Freilich müssen für die Registrierung oft unkonventionelle Wege beschritten werden.

Die Orgel hören...



 
 



Die Orgeldisposition:

Hauptwerk (I/C-g''')  Brustwerk (II/C-g''')  Pedal (C-f') 
Rohrflöte 8'  Gedackt 8'  Subbaß 16' 
Weidenpfeife 8' *  Spillpfeife 4'   Prinzipalflöte 8' 
Prinzipal 4'  Prinzipal 2'  Choralbaß 2fach 4'+2' 
Spitzflöte 4'  Quinte 1 1/3'  Posaune 16' ** 
Quinte 2 2/3' *  Zimbel 3fach   
Waldflöte 2'  Krummhorn 8'  Koppel I/P 
Terz 1 3/5' *  Tremulant  Koppel II/P 
Mixtur 4fach     
Trompete 8' *  Jalousieschweller   
Tremulant *     
     
Koppel II/I     



 

* 2003 / ** 1996