Die historische Landschaft Niederlausitz ist reich an klangschönen Orgeln verschiedener Epochen. Mehrere Instrumente zeugen vom eigenen Orgelbau im 18. und 19. Jahrhundert. Das Orgelbauzentrum war das Städtchen Sonnewalde mit den Orgelbauerfamilien Claunigk und Schröther.
Diese haben einen sehr charakteristischen Orgeltyp geschaffen. Eine der Eigenarten ist die Teilung der Mixtur im (einzigen) Manual. So ist es möglich, die Diskantmixtur „Cornet“ zur Hervorhebung einer Choralmelodie selbständig oder im Plenum gemeinsam mit der „Mixtur im Bass“ zu gebrauchen.
Letztere gab der Konzertreihe den Namen.
Vom alten Niederlausitzer Orgelbau sind die Instrumente in Pretschen, Frankena, Dollenchen, Zöllmersdorf, Zieckau und Waltersdorf bisher in der Konzertreihe zu hören gewesen.
Ludwig Hartig hat Orgeln mit Anklängen an die schlesische Bautradition geschaffen. Vom ihm stammen die Instrumente in den großen Dorfkirchen von Zerkwitz und Straupitz.
In der romantischen Epoche, der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts, wurden sehr viele neue Orgeln gebaut, die heute oftmals nach aufwendiger Restaurierung wieder ihre ungeahnte Klangvielfalt präsentieren. Dazu gehören die großen Sauer-Orgeln in Finsterwalde, Doberlug und Neuzelle.
Die stets an den Wochenenden stattfindenden Konzerte „Mixtur im Bass“ verstehen sich auch als abendliche Abschlüsse individueller landschaftlicher und kulturhistorischer Entdeckungstouren per Auto, Fahrrad oder zu Fuß durch die Niederlausitz.
Immer eine Stunde vor Konzertbeginn findet eine Kirchen- und Orgelführung statt.
Die Konzerte der Reihe MIXTUR IM BASS sind Veranstaltungen der jeweiligen Kirchengemeinden.
Zu jedem Konzert erscheint ein Faltblatt mit Musikprogramm und einem Programmkommentar, sowie der Disposition und weitere Angaben zur jeweiligen historischen Orgel. Hier können Sie sich auch über die einzelnen Instrumente informieren.