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 MIXTUR IM BASS
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Die Orgeln
Service

RÜCKBLICK UND PRESSESTIMMEN 2011
 



 

Freitag, 24. Juni 2011 - Klettwitz
Sonnabend, 25. Juni 2011 - Prießen
Sonntag, 26. Juni 2011 - Straupitz

Freitag, 8. Juli 2011 - Schlepzig
Sonnabend, 9. Juli 2011 - Kleine Orgelfahrt
Sonnabend, 9. Juli 2011 - Finsterwalde
Sonntag, 10. Juli 2011 - Lübbenau

Freitag, 22. Juli 2011 - Hornow
Sonnabend, 23. Juli 2011 - Kirchenradtour
Sonnabend, 23. Juli 2011 - Zieckau
Sonntag, 24. Juli 2011 - Lübben

Freitag, 5. August 2011 - Lauta-Dorf
Sonnabend, 6. August 2011 - Göllnitz
Sonntag, 7. August 2011 - Luckau

Freitag, 19. August 2011 - Trebbus
Sonnabend, 20. August 2011 - Wittmannsdorf
Sonntag, 21. August 2011 - Neuzelle

Samstag, 26. November 2011 - Waltersdorf


1. Mixtur im Bass - Wochenende

BEARBEITUNGEN FÜR ORGEL
Prof. Martin Schmeding, Freiburg i. Br.


24. Juni 2011: Klettwitz

Transkriptionen von Klavier- und Orchesterwerken
Werke von Bach, Mendelssohn Bartholdy, Grieg u. a.


 

Kirchentür in Klettwitz. (Foto: Margarete Bönisch)




 

Die Klettwitzer Kirche. (Foto: Margarete Bönisch)




 

Bei der Orgelführung mit Albrecht Bönisch. (Foto: Margarete Bönisch)




 

Erstmals in dieser Konzertreihe: Angeregete Gespräche mit dem Künstler nach dem Konzert.




 

Romantik pur

Auftakt des Orgelmusikfestivals MIXTUR IM BASS

Am vergangenen Freitag wurde die diesjährige Reihe des Orgelmusikfestivals MIXTUR IM BASS eröffnet. Bereits zum achten Mal finden an fünf Wochenenden im Sommer jeweils drei Konzerte an historischen Orgeln der Niederlausitz statt.

Das erste Konzertwochenende war überschrieben mit dem Thema "Orgel-Bearbeitungen". Zum Auftakt spielte Prof. Martin Schmeding aus Freiburg/Breisgau auf der romantischen Sauer-Orgel in der Dorfkirche Klettwitz. Unter dem Titel "Transkriptionen von Klavier- und Orgelwerken" erklangen Bearbeitungen von Werken der Komponisten J. S. Bach, F. Mendelssohn Bartholdy, R. Schumann und E. Grieg.
Schmeding begann das Konzert mit einer eigenen Bearbeitung der Ouvertüre des Oratoriums "Paulus" von Mendelssohn Bartholdy. Dabei stellte er bereits die Klangvielfalt der Orgel vor. Das kleine Instrument enthält trotz der geringen Registerzahl alle Möglichkeiten des romantischen Orchesters. Dies wurde besonders deutlich, als Schumanns "Waldszenen" (Bearb.: Oskar G. Blarr) mit Jagdlied, Kukucksruf und Vogelgesang erklangen. Aber auch das Seufzermotiv in Mendelsohns "variations sérieuses" unterstrich die romantische Sehnsucht nach einer besseren Welt: das perfekte Programm für die Sauer-Orgel aus dem Jahr 1906. Zwei Transkriptionen von Bach-Werken aus dem 20. Jahrhundert vervollkommneten die Darstellung der musikalische Bandbreite des romantischen Kompositionsstils. Zum Abschluss erklang die berühmte "Peer-Gynt-Suite I" von Grieg, ebenfals in einer Bearbeitung von Schmeding, und zeigte, wie perfekt sich die Orgel für die Aufführung von Bühnenmusik eignet. Romantik pur! "Schade, dass es schon vorbei ist!" bemerkt eine begeisterte Konzertbesucherin, als die letzten Töne noch nicht ganz verklungen waren.
Schmeding begeisterte als Meister der Interpretation romantischer Musik. Sein abwechslungsreiches Spiel überzeugte durch sein Feingespühr für seriöse, als auch humoristische Elemente. Facettenreich setzt er die romantische Musik in Szene und reizte dabei die Klangpalette des kleinen Instrumentes aus.
Eine Stunde vor jedem MIXTUR IM BASS-Konzert erhält der Besucher die Möglichkeit eine Kirchen- und Orgelführung zu erleben. Albrecht Bönisch stellt dabei eindrucksvoll die Baugeschichte der Kirche dar und informiert kurzweilig über Merkmale der Epochen und lithurgische Details. In diesem Jahr finden im Anschluss der Konzerte erstmals Gesprächsrunden statt. "Wir bieten die Möglichkeit mit dem Künstler zu sprechen und Fragen zu stellen", erklärt der Organisator Rudolf Bönisch das neue Konzept. Das fand bereits am ersten Abend großen Anklang. Interessierte erhielten bei einem Glas Sekt und Kerzenlicht Antworten zur Besonderheit der Klettwitzer Orgel, zur Registrierungsentscheidung des Organisten und der Organisation der Konzertreihe. So wird das bereits bewährte Konzept des Festivals, dem Besucher die Kirchen und Orgeln der Niederlausitz vorzustellen, perfekt ergänzt.

Von Margarete Sabine Bönisch, Berlin


25. Juni 2011: Prießen

Variation, Partita und Passacaglia
Werke von Frescobaldi, Soler, Muffat, Händel, Bach u. a.


 

Eine Stunde vor dem Konzert: Interessierte vor der Prießener Kirche.




 

Bei den Erklärungen zur historischen Orgel. 




 

Prof. Schmeding an der Schröther-Orgel von 1850. 




 

Prof. Martin Schmeding in Prießen. 




 

Organist trifft auf "spielfreudige Orgel"

Konzert zur Wiederinbetriebnahme der historischen Schröther-Orgel in Priessen

Nach einer umfangreichen Restaurierung wurde am vergangenen Sonnabend (25. Juni 2011) mit einem Orgelkonzert der Reihe MIXTUR IM BASS die historische Orgel in der Dorfkirche zu Priessen musikalisch vorgestellt. Das 1850 von Johann Christoph Schröther d. J. aus Sonnewalde gebaute Instrument wurde 2010 vom Orgelbauer Markus Roth umfangreich restauriert. Dabei wurde besonders der Verschleiß der vergangenen 160 Jahre beseitigt. Die Orgel ist noch unverändert erhalten und erhält zum Beispiel auch noch die originalen Prospektpfeifen aus ca. 50% Zinn.

Dass sie sich sehr gut zum Konzertinstrument eignet, machte der Organist Prof. Martin Schmeding aus Freiburg/Breisgau deutlich. Er spielte barocke Variationen, Partiten und Passacaglien. Dabei schöpfte er die erstaunlich breite Klangpalette des kleinen Instrumentes aus. Die vielfältigen Bearbeitungen italienischer Tänze, spanischer Cembalo-Sonaten und niederländischer Volksweisen bestimmten das Konzert und erlaubten einen Einblick in die vielseitige Musik des 16. bis 18. Jahrhundert. Die Prießener Orgel ist geradezu perfekt für die Aufführung "Alter Musik". Aber auch die Musik Johann Sebastian Bachs und Georg Friedrich Händels durfte im Programm nicht fehlen. Es ist bereits allein ein Erlebnis, bei jedem einzelnen Tonanschlag die Mechanik der Orgel zu hören. Pfarrer Hartmut Nocke betitelte das Konzert mit den passenden Worten: "Ein spielfreudiger Organist trifft auf eine spielfreudige Orgel". Schmeding ließ sich äußerst feinfühlig auf das barocke Instrument ein und machte einen Reichtum an musikalischen Facetten hörbar.

Eine Stunde vor dem Konzert führte Albrecht Bönisch das von fern und nah angereiste Publikum um und in der Kirche und erklärte die Orgel. Architektonische und baugeschichtliche Elemente wurden anschaulich beschrieben, aber auch liturgische Details erklärt und das Verständnis des mittelalterlichen Menschen vermittelt. Im Anschluss an das besondere Musikerlebnis traf man sich zu einem Gespräch über die Orgel und das Konzert im Pfarrhaus. Dabei konnten Fragen an den Organisten und zur Reihe MIXTUR IM BASS gestellt werden - eine Möglichkeit, die viele Konzertbesucher nutzten.

Vom Veranstalter der Konzertreihe „Mixtur im Bass“ Rudolf Bönisch wurde ein herzliches Dankeschön an die Kirchengemeinde Priessen, Herrn Pfarrer Nocke und dem Orgelbauer Markus Roth aus Guhlen ausgesprochen. Durch den Wunsch nach einer spielbaren Orgel, durch starkes, gemeinsames Engagement und finanzielle und ideelle Unterstützung konnte diese wunderbare Orgel wieder zu einem Aufmerksamkeit auf sich ziehenden Instrument gemacht werden, dass auf der einen Seite für den Gottesdienst, auf der anderen für Konzerte bestens geeignet ist. Prießens Kirche besitzt damit ein Kleinod, das die Orgellandschaft der Niederlausitz und darüber hinaus bereichert. Ohne die Unterstützung der Kirchengemeinde wäre dies nicht möglich gewesen.

Von Margarete Sabine Bönisch, Berlin




26. Juni 2011: Straupitz

Bach und B-A-C-H
Werke von Johann Sebastian Bach, Franz Liszt, Robert Schumann u. a.


 

Dicht gedrängt: Großes Interesse an der Hartig-Orgel in der Schinkelkirche.




 

Pfarrer Hanke bei den Erläuterungen zur Kirche. 




2. Mixtur im Bass - Wochenende

ORGELROMANTIK AUF INSTRUMENTEN VON WILHELM SAUER
Michał Markuszewski, Warschau/Polen


8. Juli 2011: Schlepzig

In Paradisum - Polnische Orgelromantik im Spreewald
Werke von Carl Piutti, Franz Liszt, Gustaw Roguski, Feliks Nowowiejski und Josef Surzynski


 

Bei sonnigem Wetter begann die Kirchenführung in Schlepzig.




 

Im Kircheninneren mit dem Wolkenhimmel.




 

An der Orgel. 




 

Stehender Applaus für Michal Markuszewski. 




9. Juli 2011: Finsterwalde

Kleine Orgelfahrt nach Massen, Finsterwalde-Süd und in die kath. Kirche, Abschluss mit dem Konzert in der Ev. Trinitatiskirche:

Orgelinspirationen verschiedener Liedmelodien
Werke von Gade, Freyer, Liszt, Nowowiejski, Bloch und Markuszewski


 

An der historischen Sauer-Orgel. 




 

Dicht gedrängt am Spieltisch bei der Orgelführung mit Albrecht Bönisch.




 

Der junge Künstler: Michal Markuszewski. 




10. Juli 2011: Lübbenau

ORGELWANDELKONZERT I
Kath. Kirche St. Maria Verkündigung

Orgelromantik unseres polnischen Nachbarn
Werke von Gawlas, Freyer, Mendelssohn, Nowowiejski, Zelenski, Surzynski u.a.


 

Michal Markuszewski an der Sauer-Orgel in der katholischen Pfarrkirche St. Maria Verkündigung.




 

ORGELWANDELKONZERT II
Ev. Nikolaikirche

Bach und französische Orgelmusik
Werke von Johann Sebastian Bach, Alexandre Boëly, Cesar Franck u.a.


 

In der barocken Nikolaikirche haben viele Konzertgäste auf der Empore Platz genommen.




 

Die Überholung und Neuintonation der Jehmlich-Orgel in der St. Nikolaikirche hat sich gelohnt! Das bewies der junge polnische Organist Michał Markuszewski beim Orgelwandelkonzert der Reihe MIXTUR IM BASS am 10. Juli 2011. Nach dem ersten Konzertteil um 17 Uhr an der Sauer-Orgel in der katholischen Kirche Lübbenau, mit vorwiegend polnischer Orgelmusik, erlebten die Besucher um 19.30 Uhr, neben großen Orgelwerken von Johann Sebastian Bach, französische Musik von César Franck und Alexandre P.F. Boëly.
Markuszewski zauberte ein Feuerwerk an Klangfarben. Mit brillantem Spiel zeigte er die Vielseitigkeit des Instrumentes. Hier klingen die filigranen barocken Stücke ebenso gut, wie die pompösen Kompositionen für die großen Kathedralen Frankreichs.
Eine halbe Stunde vor dem Konzert gab der Orgelsachverständige Albrecht Bönisch bereits vor einem großen Kreis an Interessierten eine ausführliche Vorstellung des Instrumentes.
Die Besucher aus nah und fern waren begeistert. Auch Spreewald-Gäste aus Schweden waren gekommen und schwärmten: „Was für eine herrliche Orgel!“.
Als Zugabe zog der Organist noch einmal alle Register und das Erklingen des neuen Zimbelsterns setzte diesem Spitzenkonzert die Krone auf. Markuszewski konnte sich nur schwer von dem Instrument trennen: „Auf dieser Orgel kann man so wunderbare Musik spielen“. So erklang nach diesem grandiosen Erlebnis von allen Seiten der Wunsch, dass die Lübbenauer „Königin der Instrumente“ so bald als möglich wieder im Konzert erklingen wird.

Von Margarete Sabine Bönisch


 

Der Künstler am modernen Spieltisch der Jehmlich-Orgel von 1984.




3. Mixtur im Bass - Wochenende

ORGELMUSIK AUS POLEN UND TSCHECHIEN
Anna Firlus, Kattowitz/Polen


22. Juli 2011: Hornow

Orgelromantik an Weichsel und Moldau
Werke von Max Brosig, Bedrich Wiedermann, Marian Sawa u.a.


 

Die Gäste bewundern die Ausstattung der Kirche. 




 

Anna Firlus an der Sauer-Orgel. 




 

Bei der Orgelführung. 




 

Anna Firlus lässt die Orgel singen

Ein Orgelkonzert der Extraklasse haben rund 70 Zuhörer in der Dorfkirche St. Martin in Hornow genossen. Die Gleiwitzer Organistin Anna Firlus präsentierte Werke aus ihrer polnischen Heimat sowie aus Tschechien.

Anna Firlus wusste während des Konzertes ihren Körper in Gänze einzusetzen: Die Finger auf den Tasten, die Füße auf dem Pedalspiel, die Hüfte schwang zu den verschiedenen Rhythmen mit, und die Augen blitzten flink über die Notenblätter. Dieses Zusammenspiel ergab ein musikalisches Gesamtkunstwerk, dass wohl nur Organisten von Weltruf besitzen.

Anna Firlus hat sich längst einen Namen weit über die polnischen Grenzen hinaus erworben. Die ehemalige Studentin des Kattowitzer Musikprofessors Marek Toporowski stellte ihre virtuosen Fähigkeiten schon häufig bei Orgelfestivals im In- und Ausland unter Beweis. Im vergangenen Jahr gastierte das 28-jährige Ausnahmetalent erstmals bei den Großräschener Orgelkonzerten. Zwölf Monate später war Anna Firlus erneut in der Lausitz zu Gast, diesmal im Rahmen der Orgelkonzertreihe „Mixtur im Bass“ in der Hornower St. Martinskirche. An der dortigen Sauerorgel aus dem Jahr 1884 präsentierte die Künstlerin Werke polnischer und tschechischer Komponisten wie Feliks Nowowiejski, Bedrich Wiedermann und Marian Sawa.

Eins mit der Musik

Ihr Körper schien dabei mit der Musik eins zu werden. Anna Firlus versuchte, auch den allerletzten Ton aus jeder einzelnen der insgesamt 400 Orgelpfeifen herauszuholen.

Und mit Erfolg: „Uns wurde ein absolut köstliches Konzert geboten. Es war wunderschön, mit welcher Kraft die Organistin die Werke präsentiert hat“, lobte die Hornowerin Irene Nitschke. Ebenfalls hellauf begeistert zeigte sich Sabine Schemel aus Cottbus: „Anna Firlus ließ die Orgel regelrecht singen. Die Musik war sehr vielseitig und einfühlsam.“

Die polnische Künstlerin hat angekündigt, gern wieder in Hornow spielen zu wollen: „Die Orgel besitzt eine schöne Stimme. Sie verlangt jede Menge Fingerspitzengefühl. Ich würde jederzeit wieder hier spielen, denn auch das Publikum war Spitze. Es sorgte für eine warme Atmosphäre in der Kirche.“

Der Organisator der „Mixtur im Bass“, Rudolf Bönisch, erklärte, dass es ihn mit großem Stolz erfülle, eine so erfolgreiche Organistin für seine Konzertreihe gewonnen zu haben. Anna Firlus werde sicher auch in den kommenden Jahren wieder zu Gast an den verschiedenen „Königinnen der Instrumente“ in der Niederlausitz sein.

Schätze des Hauses

Neben der Orgelmusik wissen die Besucher der Hornower Kirche auch die weiteren Schätze des Gotteshauses, etwa die drei deutschlandweit einzigartigen „Erblühe-durch-Licht-Fenster“, zunehmend zu schätzen. So führt Experte Wolfgang Burchhardt alljährlich 15 bis 20 Führungen in der aus dem Spätmittelalter stammenden Kirche durch. „Wir profitieren dabei von den Besuchern der Confiserie Felicitas“, so Burchhardt.

Und als kleines Andenken gebe es die St. Martinskirche inzwischen auch aus Schokolade. Das „Sahnehäubchen“ bildeten aber die Konzerte im originalen Gotteshaus.

Von Torsten Richter

In: Lausitzer Rundschau. Ausgabe Forst 25.07.2011



23. Juli 2011: Zieckau

Dem Konzert ging eine Kirchenradtour voraus.

Alte Tänze aus Polen und Böhmen
Werke der Tabulatur des Jan de Lublin, Warschauer Tabulatur, Kuchar, Brixi, Vanhal u. a.


 

Die interessierten Gäste bei der Kirchenführung mit Lothar Treder-Schmidt...




 



 

Junge Polin lässt Zieckauer Glietsch-Orgel tanzen

Die junge Polin Anna Firlus (27) hat die Zieckauer Dorfkirche am Samstagnachmittag zum Tanzen gebracht. Mit Kompositionen aus Polen und Böhmen ließ die Organistin die barocke Glietsch-Orgel vor voll besetzten Plätzen erklingen. Das Konzert gehört zur internationalen Reihe „Mixtur im Bass“.

Mit den Konzertstücken „Polonaise“, „Harlekinade“ und „Gigue“ brachte die 27-Jährige vor allem die Herzen von Liebhabern „alter Musik“ aus dem Barock und der Renaissance zum Höherschlagen. Zur Halbzeit des Konzerts verließ sie den früher typisch höfischen Musikstil und brachte Kompositionen von Mozart und Georg Philipp Telemann in das historische Gemäuer. Viele Besucher genossen die Klangvielfalt mit geschlossenen Augen. Vor allem kleinere Orgeln mit fünf Stimmen sei Anna Firlus aus ihrem Heimatland gewohnt. „Auf der zehnstimmigen Orgel in Zieckau zu spielen, hat richtig Spaß gemacht“, sagte die junge Polin nach ihrem Auftritt. Der Orgelsachverständige Albrecht Bönisch hatte das Musikgerät im vergangenen Jahr nach seiner Restaurierung abgenommen. „Das Klangkonzept der Orgel aus dem Jahr 1842 ist absolut auch für ältere Musik tauglich“, so Bönisch. „Es ist toll, was uns die junge Polin heute präsentiert hat“, sagte der Dubener Manfred Mundt.

In: Lausitzer Rundschau. Ausgabe Luckau/Dahme 25.07.2011



24. Juli 2011: Lübben

Paul-Gerhardt-Kirche

Sonntagsmusik aus Polen und Tschechien
Werke von Peter Eben, Jan Janca, Gerhard Strecke, Mieczysław Surzyński u.a.


 

Eine Stunde vor dem Konzert: Erläuterungen zur Kirche, zur baroclen Ausstattung und zur Orgel.




 

Auf Tuchfühlung mit der Schuke-Orgel von 1906. 




4. Mixtur im Bass - Wochenende

JOHANN SEBASTIAN BACH ALS MITTELPUNKT VON EUROPA
Prof. Jaroslav Tůma, Prag/Tschechien


5. August 2011: Lauta-Dorf

Der tschechische Bach - Orgelmusik aus Böhmen, Mähren und Wien
Werke von Cernohorsky, Seger, Kuchar, Vanhal, Haydn u.a.


 

Die idyllisch gelegene Dorfkirche. 




 

Jaroslav Tuma am Spieltisch. 




6. August 2011: Göllnitz

Bach’sche Suiten und Partiten
Geistliche und weltliche Werke von Johann Sebastian Bach


 

Bei der Kirchemführung mit Rudolf Bönisch. 




7. August 2011: Luckau

J. S. Bach: Die Kunst der Fuge


 

Die große gotische Nikolaikirche: Kirchenführung außen.




 

Barocker Altar und barocke Kanzel: Kirchenführung innen.




 

Barocke und Orgel und ein Großwerk der Orgelkunst: Bachs Kunst der Fuge.




5. Mixtur im Bass - Wochenende

ORGELROMANTIK AUS ENGLAND UND KANADA
Philip Crozier, Montreal/Kanada


19. August 2011: Trebbus

Orgelmusik aus England und Kanada


 

Bei Abendsonne: Kirchenführung in die Geschichte des Feldsteinbaus.




20. August 2011: Wittmannsdorf

Orgelmusik aus England und Kanada


Kanadische Fingerfertigkeit auf Wittmannsdorfer Orgel

Das Orgelfestival „Mixtur im Bass“, eine Konzertreihe in der Region, hat am Samstag in der Dorfkirche Wittmannsdorf gastiert. An einer der nördlichsten Orgeln der Niederlausitz, die aus dem Berliner Hause Dinse stammt, nahm der Kirchenmusikdirektor Philip Crozier aus dem kanadischen Montreal Platz.

Albrecht Bönisch führte zuvor zusammen mit dem ehemaligen Pfarrer Kästner um und durch die Kirche.

Nach Stationen in England, Schweiz und den Niederlanden standen in Deutschland der Magdeburger Dom, die Hallenser Händel-Orgel und schließlich die Dorfkirche von Wittmannsdorf auf dem 13-teiligen Konzertprogramm.

„Ich spiele an allen Stationen englische und kanadische Werke, die zu den romantischen Orgeln passen“, so der Kanadier, dessen Heimatorgel gerade wegen einer Restauration außer Betrieb ist. Ein guter Organist habe keine Probleme, mit Instrumenten ganz unterschiedlicher Größe und Technik zu spielen.

„Ganz im Gegenteil machen diese offensichtlichen Unterschiede auch bei der Kirchengröße ihren besonderen Reiz dieser Reise aus“, so Philip Crozier. Die Abschlusstöne von Konzertreise und Orgelfestival wurden gestern im Kloster Neuzelle angestimmt.

Von Jens Golombek

In: Lausistzer Rundschau. Ausgabe Lübben 22.08.2011.



 

Führung mit Pfr. i. R. Hartmut Kaestner. 




 

An der Dinse-Orgel: Erläuterungen vor dem Konzert.




21. August 2011: Neuzelle

Englische und kanadische Orgelromantik


 

Eine große Kirchen- und Orgelführung begann zunächst in der evangelischen Kreuzkirche.




 

Etwa 100 Interessierte begeben sich in die Stiftskirche.




 

Umhüllt von barocker Pracht. 




 

Albrecht Bönisch erklärt die Klangfarben der romantischen Sauer-Orgel von 1906.




26. November 2011: Waltersdorf

Adventliche Orgelmusik im Kerzenschein
mit Matthias Maierhofer, Leipzig

CD-Präsentation


Kirchenführung und Orgelkonzert locken viele Besucher in das Waltersdorfer Gotteshaus

Eine Dorfkirche hat viel zu bieten. Das haben die Besucher der Waltersdorfer (Heideblick) Kirche am Wochenende erfahren. Mit einer Führung gingen zahlreiche Gäste auf eine Zeitreise. Sie führte zurück bis ins Mittelalter. Ein Orgelkonzert brachte den Barock musikalisch in das nur mit Kerzen ausgeleuchtete Gotteshaus.

Viele Gäste sind der Einladung vom Förderkreis Alte Kirchen der Luckauer Niederlausitz gefolgt. Auch ein vollbesetzter Bus aus Berlin erreicht am Nachmittag das Gemäuer aus dem 13. Jahrhundert. Orgelaktivist Rudolf Bönisch erklärt detailliert die einzelnen Bauabschnitte der Kirche. Von der mit einem Grabstein geschlossenen Priesterpforte über die gotischen Spitzbögen im Turm bis zu den im Barock vergrößerten Fenstern erläutert der 58-Jährige die Geschichte.

Weiter geht es für die Interessierten im Inneren der Kirche. Alle Bänke sind besetzt. Kerzenschein, Glühwein und Gebäck bringen die Weihnachtszeit vor den Altar. Annegret Gehrmann vom Förderkreis erklärt, dass das Gotteshaus seit Mitte der 70er Jahre ein viertel Jahrzehnt komplett sich selbst überlassen wurde. Dank der starken Eigenleistung der Gemeinde sei der Kirche nach der Wende neues Leben eingehaucht worden. Nach der äußeren Schließung der Hülle wurde auch das innere Gemäuer saniert. So sind heute noch teilweise Wandmalereien aus dem Mittelalter zu entdecken. Der Altar aus der Zeit der Renaissance konnte erhalten werden.

Auch die wechselhafte Geschichte der von dem Sonnewalder Carl Gotthold Claunick gebauten Orgel aus dem Jahr 1793 wird von den Fachleuten genau beleuchtet. In der romantischen Zeit hätten zahlreiche Umbauten das Instrument aus dem Spätbarock zu einem „schlechten Klangkörper“ werden lassen, erklärt Rudolf Bönisch. Inzwischen erklinge die Orgel aber wieder in den typischen Klängen aus dem Barock. „Sie zählt für mich zu den wohlklingendsten Instrumenten in der Niederlausitz.“

Das kann Tonmeister Knut Becker nur bestätigen. Vor gut einem Jahr hat der Berliner in Waltersdorf ein Konzert der brasilianischen Künstlerin Elisa Freixo aufgenommen. Die mit Aquarellen der Kirche versehenen Tonträger finden beim Verkaufsstart einen guten Absatz. „Die Waltersdorfer Orgel ist ein tolles Instrument, das man sich auch im Wohnzimmer anhören kann“, so Becker.

Davon sollten sich die Besucher im anschließenden Konzert überzeugen. Doch zunächst machen sich die Kircheninteressierten ein eigenes Bild von dem Gotteshaus. „Wir sind Fans von alten Kirchen in der Mark“, sagt die Berliner Ilse Bellmann. Bei einem Rundgang durch das Dorf habe sie auch die meterdicke Linde und das alte Gutshaus beeindruckt. „Eigentlich wollten wir zu einem Weihnachtskonzert in Berlin, aber die Fahrt nach Waltersdorf war die richtige Entscheidung“, ergänzt Konrad Tenner. Mit einem Konzert des Organisten Matthias Maierhofer aus Leipzig klingt die Kirchentour musikalisch aus.

Von Henry Blumroth

In: Lausitzer Rundschau. Ausgabe Luckau/Dahme 29.11.2011.