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Orgelrestaurierung Kirchhain

In der Stadt Doberlug-Kirchhain gibt es zwei bedeutende Sakralbauten: Die Klosterkirche in Doberlug und die Stadtkirche St. Marien in Kirchhain. Letztere erhielt 1921 eine neue große Orgel, die von Arno Voigt, Bad Liebenwerda, erbaut wurde.


 



 

Die Orgel erhielt zunächst 32 klingende Stimmen auf drei Manualen und Pedal. Die Disposition zeugte noch von den Vorstellungen der hochromantischen Epoche. Allerdings ging die Gestaltung der Registerzusammenstellung unkonventionelle Wege: Der typischen Fülle von Grundstimmen aller Stärkegrade wurde hier eine Betonung der obertönigen Klangfarben gegenübergestellt. Dies zeigte sich in mehreren Streicherchören 16'-8'-4', sowie in der Disponierung von Klangkronen für jedes Manual. Die Suche nach mehr Obertönigkeit blieb jedoch dem Rahmen der romantischen Grundkonzeption verhaftet. So bildete dieses Instrument ein seltenes Zwischenglied zwischen Romantik und orgelbewegtem Neobarock.

Diese Eigenschaften haben schon wenige Jahre später nicht mehr den klanglichen Wünschen entsprochen. So wurde die Orgel 1939 durch Gustav Heinze, Sorau, umgebaut. Dabei entfielen die romantischen Streicherchöre und die Disposition wurde z. T. nach barockem Ideal umgestaltet. Zwei neue Register kamen sogar hinzu. Dieser Drang nach barocken Klangfarben führte dazu, dass in den 1950er Jahren, und auch noch später, weitere Dispositionsänderungen durchgeführt wurden.

heutige Disposition


 

Nach langen Dienstjahren ist jetzt die pneumatische Technik stark überholungsbedürftig. So hat sich die Kirchengemeinde entschieden, eine Restaurierung des Instrumentes in Angriff zu nehmen. Dabei soll auch die einmalige Disposition von 1921 wieder rekonstruiert werden:

I. Manual (C-f’’’)
Principal 16’
Horn-Principal 8’
Doppelflöte 8’
Gambe 8’
Oktave 4’
Flöte 4’
Fugara 4'
Quinte 2 2/3’
Octave 2’ (Ergänzung auf Zusatzlade von 1939)
Mixtur 3-4fach
Trompete 8’

II. Manual (C-f’’’)
Gambe 16'
Flöten-Principal 8’
Rohrflöte 8'
Liebl. Gedackt 8’
Oktave 4’
Salizett 4’
Progressio 2-3fach
Clarinatte 8’

III. Manual (C-f’’’) Jalousieschweller
Salizet 16'
Geigenprincipal 8'
Gedackt 8’
Aeoline 8’
Vox celestis 8’
Flaut amabile 4’
Flautino 2' (Ergänzung auf Zusatzlade von 1939)
Harmonika 2-3fach

Pedal (C-d’)
Subbaß 16’
Violon 16
Quintbaß 10 2/3’
Principalbaß 8’
Cello 8’
Octavbass 4’
Posaune 16’



Für die Durchführung dieses großen Restaurierungsprojektes ist Ihre Hilfe erforderlich!


www.kirche-kirchhain.de

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